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Rettungseinsätze am Limit

Am Wochenende evakuierte die Rega zahlreiche Berggänger aus misslichen Situationen. Solche Einsätze finden teilweise an der Grenze des Machbaren statt, wie am Finsteraarhorn auf über 4'000 Metern Höher oder während der Nacht im Les-Diablerets-Massiv.

Schon in der Nacht auf Samstag alarmierten zwei ausländische Alpinisten die Rega via Polizei – vom Gipfel des Finsteraarhorns aus. Sie hatten den höchsten Berg der Berner Alpen erst nach Einbruch der Dunkelheit erreicht, nachdem eine der beiden Personen von einem Stein getroffen worden war.

Die Rega entschied unter Berücksichtigung der medizinischen Situation, den anspruchsvollen Einsatz erst im anbrechenden Tageslicht des Samstagmorgens zu fliegen. Die Rega-Einsatzbasis Wilderswil evakuierte die beiden Alpinisten mit der Rettungswinde des Helikopters direkt vom Gipfel – unter Beizug eines Rettungsspezialisten des SAC. Die beiden entkräfteten Bergsteiger wurden ins Spital gebracht.

Das Finsteraarhorn ist mit 4’274 Metern über Meer der höchste Gipfel im Zuständigkeitsgebiet der Rega. Rettungseinsätze in dieser Höhe, insbesondere auch mit der Rettungswinde, sind für die Besatzung anspruchsvoll. Menschen und Material gelangen dabei an ihre Grenzen.

Rega auch in der Westschweiz gefordert
In der Nacht vom Samstag auf den Sonntag leistete die Rega-Einsatzbasis Lausanne einen ähnlich anspruchsvollen Einsatz. Zwei Alpinisten, vom Einbruch der Nacht überrascht, mussten im Gebiet Les Diablerets am Tête Ronde ebenfalls mit der Rettungswinde gerettet werden. Die Rega wurde bei diesem Einsatz von den SAC-Rettern der Rettungsstation Les Diablerets unterstützt.

 

St.GallenSt.Gallen / 14.09.2010 - 09:00:00